Tag No. 1 - Zurück in die Zukunft

 

Heute soll es mit Hector und uns auf die erste längere Tour gehen. - Wir haben uns vorab, auf einem Kurztrip im Hunsrück und der Eifel ein wenig vertraut gemacht. Doch bevor wir uns gemeinsam, auf unsere Tour um die Iberische Halbinsel begeben, wollen wir auf jeden Fall noch eine etwas längere Tour machen, um sicher zu stellen, dass wir nichts wesentliches vergessen.

 

Die Hausbar ist auf jeden Fall schon eingerichtet. Und auch das Kuhfell hat seinen Platz gefunden. Was uns aber besonders wichtig war, ist unser Eingangsteppich, welcher uns täglich mit einem Lächeln begrüßt.

 

Unser Reiseziel haben wir erst in den letzten Tagen bestimmt. Wir wollen nach Kroatien starten. Zum einem schwärmt ein langjähriger Teamkollege ( ½ Österreicher -  ½ Kroate) seit Jahren von seiner Heimatstadt Rovinj, als der schönsten Stadt Kroatiens, wenn nicht der Welt. Zum anderen war mein guter Freund Micha, gerade mit seinem Bulli in der Region und schwärmt ebenfalls in höchsten Tönen.  

 

Für mich ist die Reise nach Kroatien eine Reise in die Vergangenheit. - Als Kind habe ich des öfteren den Urlaub in der Nähe von Zadar verbracht, woran ich sehr gute Erinnerungen habe. Zum anderen war ich mit meiner Ex-Freundin, kurz nach dem Balkankrieg noch einmal vor Ort, woran ich weniger gute Erinnerungen habe. - Nein, es lag nicht an der Ex, sondern daran, dass noch viel von den Einflüssen des Krieges zu spüren war. Doch in Köln war der Himmel leicht bewölkt und Kroatien verspricht Sonne und Wärme. Deshalb freuen wir uns auf ein paar, friedliche und sonnige Tage .

 

Da wir als Kölner den Dom lieben, nehmen wir standesgemäß Abschied. Kaffee mit Blick auf Rhein und Dom. - Sicher kennt der ein oder andere die Perspektive aus dem Kölner Tatort.  Hier genießen ansonsten die Kommissare Freddy und Max vor der „Wurstbraterei” Pommes und Kölsch. - Doch von der Currywurstbude ist heute nichts zu sehen. Denn im wahren Leben steht die Bude im Rheinauhafen. - Doch wir wollen ja Kaffeetrinken, dabei den Dom sehen und nicht Würstchen essen. 

 

Am Nachmittag sind dann die letzten Kisten verstaut, das SUP eingepackt und wir machen uns auf die Tour. Heute ist unser Ziel der Chiemsee. - In der Nacht durchqueren wir München, der Chiemsee ist nah, doch es läuft gerade so gut. - Kurzerhand beschließen wir den Chiemsee links liegen zu lassen und statt dessen bei Rosenheim von der Hauptroute abzuweichen und über Kitzbühel, noch ein wenig durch die Berge Österreichs zu fahren. 

 

Erst spät nachts verlassen wir die Straße und biegen in einen Feldweg ein, der langsam links und rechts von Bäumen umrankt ist. Schnell finden wir ein kuscheliges Plätzchen. Also das Dach hochgeklappt und Bettchen ausgeklappt. Erst als das Bett gerichtet ist, stellen wir fest, wie laut es draußen ist. Wir sind zu müde, um der Ursache nachzugehen. Jetzt wird erst einmal geschlafen, was uns dank der Müdigkeit leicht fällt. 

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