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Tag No. 34 - Was will man mehr???

 

Die ganze Nacht über konnten wir hören, wie die Wellen an die Klippe schlagen. - Den Sonnenaufgang  vom Bett aus zu betrachten ist Luxus oder? - Wir frühstücken wieder mit Blick auf die Bucht. - Es dauert heute seine Zeit, die Eindrücke des gestrigen Tages in Worte zu packen. Danach ist Lesen angesagt. Heute gibt es von mir wenig zu berichten außer, die Sonne scheint und es ist friedlich. 

 

Während ich lese erkundet Torgit ein wenig die Gegend. Motto: Wo ist der nächste Strand? - Vielleicht hat Sie ja später was zu berichten. 

So ist es auch, doch ich will ihr nicht vorgreifen. Was sie mir erzählt hört sich spannend an. Deshalb starte ich noch mal kurz die Drohne.

 

Haus 2.0 - Uns gegenüber stehen etwa 500 Meter Luftlinie entfernt nette Bungalows. So sieht das ganze in der Realität und später aus der Luft aus: 

 

 

Torgit: Von unserem Platz aus haben wir einen wunderschönen Blick über die Bucht auf einen Hügel mit 3 Pinien. Meine Neugier um jede Ecke schauen zu müssen und der Tipp eines Nachbarn,  dort sei ein schöner Strand, lassen mich loslaufen. Nach kurzer Zeit erreiche ich eine Schranke mit einem leeren Pförtnerhäuschen. Nach dem Motto ‚et hätt noch immer jot jejange‘ gehe ich weiter und stehe auf einem riesigen Parkplatz mit nur 5 Autos. Sieht ziemlich neu aus. Ein Tagungshotel? Ohne heutige Tagung? Ich gehe weiter einen kleinen Pfad bergan an ein paar Häusern entlang. Diese haben schon bessere Tage erlebt. Auf den 2. Blick erkenne ich vernagelte Eingänge und eingeschlagene Scheiben. Die Häuser wirken verlassen. Dass die Weltwirtschaftskrise Spanien schwer erwischt hat ist bekannt, und wir haben auf unserer Tour schon einige verlassene Rohbauten gesehen. Aber das hier ist eine andere Dimension. Der Weg geht weiter, links nun eine Steilküste, rechts immer mehr verlassene Häuser. In der Ferne taucht Industrie am Horizont auf. Gab es dort einmal einen Chemieunfall und ich stehe auf verseuchter Erde? Plötzlich höre ich ein vertrautes Surren und vor mir fliegt vom Meer herauf eine Drohne. Sie beobachtet mich. Die neue Art des Pförtners oder Big Brother is watching you? Ich fühle mich unwohl, die ganze Situation ist sehr spooky  und ich will schon zurück gehen, als mir plötzlich ein alter Mann entgegen kommt und mich anspricht. Auf Grund meiner nicht vorhandenen Spanisch Kenntnisse verstehe ich nur Drohne. Ob das meine wäre? Ich kann ihn beruhigen und dann sehen wir unter uns eine Frau auf einer Klippe sitzen und mit jemanden unter ihr sprechen. Neben ihr eine Tasche, die nach Drohne aussieht. Die Situation kommt mir bekannt vor ;-)  und meine Welt ist wieder in Ordnung. Touristen. Schade, dass ich den Mann nicht fragen kann, warum die Siedlung verlassen ist. Ich gehe im Bogen zurück und höre ein bekanntes plöpp plöpp. Ein Tennisplatz, auf dem gerade gespielt wird. Daneben ein Fußballplatz, beides gut in Schuss. Gegenüber sind Supermarkt und Kirche verlassen. Mir kommt ein Mann mit Hund entgegen, er kann ein bisschen Englisch und erklärt diese Ferienhaussiedlung gehöre Bankern. Aha, also doch Weltwirtschaftskrise. Später auf dem Platz wird von einer staatlichen Feriensiedlung für öffentliche Angestellte gesprochen. - Angeblich gibt es keinen Käufer für das Areal. - Als ich Marc von meinem Spaziergang berichte, packt dieser gleich die Drohen aus und gestaltet schon mal das erste Werbevideo. ;-)

 

Welche Version auch stimmt ...

Wir wissen es nicht. - Am Ende bleiben - Die drei ???

 


 

Hier folgt noch ein kleiner Nachtrag. - Es ist einfach zu spannend, was Menschen glücklich macht. - Ich hatte das u.a. Foto einem der Chefs der Autowerkstatt meines Vertrauens zugesandt, PerfectCAR Köln. Motto: Habe ich das richtige Öl für Hector gekauft?  Aus meiner Sicht hätte auch Olivenöl gereicht. - Doch genau dieses Bild hat für Begeisterung in einer Autowerkstatt gesorgt. "...Der Preis der schönsten Öldosenfotografie des Jahres geht ganz klar an dich. Eine schöne spanische ´REPSOL Dose, vor schönem spanischen Meer unschlagbar. Was haben wir hier heute Morgen schon gelacht..." - Das richtige Öl habe ich auch gekauft. Selbst die Norm 50700 habe ich eingehalten. - 

 

Das Leben und Glück scheint manchmal so einfach zu sein. - Wenn ihr also eine motivierende kompetente Autowerkstatt, mit Auslandsbetreuung im Raum Köln sucht, hier seid ihr richtig. Wobei ich immer wieder feststelle, dass seine Oldtimer Kunden aus ganz Europa kommen. Dir Carsten ein Dankeschön und Grüße nach Kölle. 

 

 

Erkenntnis des Tages: Auch eine Weltwirtschaftskrise mag die ganze Welt betreffen und doch leidet der eine mehr und der andere weniger.