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Tag No. 85 - SpaceCamper - Wir leben das

 

Der heutige Tag steht ganz unter dem Motto SpaceCamper. Wir sind bereits früh aufgestanden, und stehen pünktlich um 7:30, Torgit vor dem Bäcker und ich vor dem Metzger. Denn um 10:00 Uhr wollen wir bereits in Darmstadt, bei Spacecamper sein. Da wollen wir doch wenigstens ein Frühstück mitbringen. Inzwischen kennen wir von der Hausmesse, von der Caravan in Düsseldorf und von einigen Telefonaten schon den ein oder anderen Mitarbeiter im Hause Spacecamper. Bereits beim Eintreten werden wir sehr familiär begrüßt. Irgendwie spürt man im gesamten Haus, deren Motto, "wir lieben das". - Ja, die lieben das. Die meisten Mitarbeiter fahren einen SpaceCamper und sind Camping Enthusiasten.

 

 

Obwohl wir uns auf den Termin entsprechend vorbereitet haben, wir waren ja schon vorher bei VW und haben die Caravelle intensiv begutachtet, erschlagen einen die Möglichkeiten. Es sind somit unheimlich viele Entscheidungen zu treffen.

 

Dabei haben wir sicherlich schon den Riesenvorteil, dass mir nun schon etliche Wochen in einem VW California leben. Wir wissen inzwischen was gut ist, doch wir wissen auch was verbesserungswürdig ist. Das Schöne bei SpaceCamper ist, dass man hier wirklich spürt, wie viel Erfahrung in dem Projekt steckt. Hier ist kein Wasserkopf, der Entwicklungen verhindert.

 

VW hat mit dem Bulli- und California-Kunden nicht nur eine riesige Fan Gemeinde, sondern vor allem eine unheimliche Kunden Identifikation und Know How. Wer mit seinem Fahrzeug nicht nur durch die Gegend fährt, sondern darin schläft, kocht, wohnt und arbeitet, für den ist der Bulli ganz schnell ein zu Hause.

 

Man mag es nicht glauben, doch es gibt Menschen, die beruflich regelmäßig in fünf Sterne Hotels residieren, doch nachts zum Schlafen, lieber auf den Parkplatz gehen. Früher habe ich so etwas für verrückt gehalten. Heute nicht mehr.

 

Was ich schade finde, ist, dass die VW Entwickler es scheinbar nicht für nötig halten, einmal auf ihre Fan Gemeinde zu hören. Denn, wenn ich den ein oder anderen post auf den diversen Facebook Gruppen zum Thema Bulli oder California lese, denke ich: hey hier werden schon bei einem T3, T4, T5, T6 sinnvolle  Anregungen gepostet, doch es gerät viel zu wenig in die Umsetzung. - Schade! Somit ist kostenloses Know How am Ende auch umsonst. 

 

Oft handelt es sich um Pfennigs-Artikel, es kann also nicht immer eine Sache des Geldes sein. Ganz anders bei Spacecamper: Als wir gestern mit Markus Liebenau, dem Vertriebsleiter zusammensitzen, notiert er sich mehrere unserer Anregungen, mit den Worten,“das  höre ich jetzt zum zweiten Mal, das nehme ich mit in unser Team Meeting. Hierzu müssen wir Lösung finden.“ - Auch bei SpaceCamper  geht nicht alles, es ist ja ein modularer und kein individueller Ausbauer. Doch man spürt immer, hier wird nach Lösungen gesucht. Das macht Spaß.

 

Doch am Ende, geht es auch wieder um die emotionale Themen. Beim Haus sind das Themen wie Bäder und Küchen. Kaum einer hält sich wirklich mit der Haus Technologie, so lange auf, wie mit Badobjekten, Armaturen und Fliesen. - Hier ist es genauso, am Ende diskutieren wir am längsten über die Lederfarbe, das Küchenmodul und die Holzfronten. Obwohl uns im Vorfeld das Thema Autarkie sehr, sehr wichtig war, verbrauchen wir hier die wenigste Zeit.

 

Als wir auf dem Rückweg, nach 6 Stunden im Auto sitzen, sind wir beide ziemlich platt aber glücklich. Das ändert sich auch nicht durch das bescheidene Wetter auf der Bahn.

 

Abends haben wir noch einen Termin bei einem Anwalt. Auch dieser Termin gestaltet sich positiv und konstruktiv. Als wir endlich zu Hause ankommen , sitzen wir noch ein wenig mit Steffen und Benjamin zusammen. Endlich mal wieder Zeit für Schmitz Kölsch. Etwas was ich unterwegs vermisse.

 

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