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Reise-Bibliothek

Ich hatte mir vorgenommen, ein wenig über meinen Lesestoff zu berichten ...

 

 

Zum einen haben wir uns zwei weitere Ausgaben der Buchreihe, Kommissar Dupin, von Jean-Luc Bannalec zugelegt. Diese Bretagnekrimis sind einfach zu schön. Eine Hommage an die Bretagne und vor allem an die Bretonen. - Nun habe ich auch ihn gelesen. Kommissar Dupins achter Fall, Bretonisches Vermächtnis, welcher direkt vor der Restauranttür von Dupins Lieblingsrestaurant, "dem Admiral" in Concarneau, spielen soll. Nach No. Sieben hatte ich kurz gedacht was soll da noch kommen. Doch es blieb bis zur letzten Seite spannend.

 

Im siebten Band, Bretonische Geheimnisse geht es in den Wald von Brocéliande und somit mitten in den Zauberwald. Wer hat nicht von der Legende um König Arthur gehört? - Doch was ich besonders spannend fand ist, dass in der Geschichte ein Ort vorkommt, welcher nicht nur auf unserer Tourplanung steht, sondern auch in meiner Vergangenheit eine Rolle gespielt hat. Doch dazu spöter mehr. Das Château de Montségur - Wobei das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Liegt die wohl bekannteste Burg der Katharer doch in einer Höhe von 1200 m, auf einem felsigen Berg am Nordhang der östlichen Pyrenäen.

 

Band Sechs- Bretonisches Leuchten spielt zwischen den rosa Granitfelsen der Côte d‘Armor. Kommissar Dupin könnte Urlaub machen... Band Fünf - Bretonische Flut führt unseren Kommissar Dupin in die Welt der Fischer, der reinste Öko Krimi. - Band vier, Bretonischer Stolz spielt im Umfeld der Austernzüchter. Obwohl Dupin selber keine Austern ißt, beschreibt er die Muscheln perfekt. Band drei, Bretonisches Gold spielt in der Welt der Salzgärten auf der Guérande-Halbinsel.  Das weltbekannte Fleur de Sel liegt in der Luft. Doch die Welt der Salzbauern scheint nicht ganz so heil. Band zwei, Bretonische Brandung spielt auf den Glénan-Inseln. Allein schon die Beschreibungen der Inseln, mit ihrem angeblich weißen Sand, kristallklaren Wasser als eine Art karibisches Paradies, dürfte Grund genug sein, dass wir uns diese noch mal ansehen müssen. Denn als ich diesen Roman gelesen habe, hatten wir die Bretagne schon verlassen. Band eins Bretonische Verhältnisse spielt im Künstlerdorf Pont Aven. - Diese Krimis machen so viel Lust auf die Bretagne, dass es eine Pflichtlektüre für jeden sein müsste, der beabsichtigt diese zu besuchen. (Anm. von Torgit: Leider hatten wir so schlechtes Wetter in der Bretagne, dass wir schnell weitergefahren sind. Ein Besuch der Inseln macht bei Regen keinen Sinn. Aber da müssen wir unbedingt noch einmal hin. Bei besserem Wetter.)

 

Was mir an diesen Krimis so besonders gefällt, ist die Art, wie Inspector Dupin Restaurants, Lokale und Lokalitäten beschreibt. Hier eine kleine Leseprobe, aus seinem fünften Fall, bretonische Flut:

„Am Meer war der Himmel immer weit, gigantisch weit, ja, aber hier auf der Insel wirkte er noch weiter, noch höher, er bläht sich, reckte, streckte, dehnte sich überall hin, selbst der gewaltige Atlantik geriet unter ihm bloß zu einem schmalen blitzenden Streifen. Wie bei einem starken Weitwinkelobjektiv, durch das man im Liegen blickte, genau dieser Effekt war es, dachte Dupin. Und dieser Eindruck, das stand fest, gehörte zu denen, die der Insel ihre besondere Atmosphäre verliehen. Es war ein Gefühl unendlicher Weite, das einen zugleich ganz klein werden ließ - und frei. Seltsam frei. Gefährlich frei vielleicht." - Geil oder?

 

PS: Bretonische Spezialitäten: Kommissar Dupins neunter Fall soll am 16. Juni 2020 erscheinen. - Wir haben ihn vorgemerkt. 

 


 

Unsere Tour ging ja bekanntlich weiter durch Portugal. Dazu gehört aus meiner Sicht auch ein Buch von Fernando Pessoa gelesen zu haben. Ist dieser schließlich einer der bedeutendsten Lyriker Portugals.

 

Für mich Grund genug, dass ich in Köln noch mal unser Bücherregal nach einem ganz bestimmten Buch durchforstet habe. Denn dort gibt es ein Buch von Pessoa, welches es mir besonders angetan hat. Wenn man von zwei Freunden, unabhängig voneinander, ein Buch wärmstens ans Herz gelegt bekommt, sollte man es lesen. Bei mir war’s „Ein anarchistischer Bankier“. Sowohl mein langjähriger Freund Uwe aus Berlin, als auch mein alter Hortenführer bei den Wandervögeln Tabbu, oder im richtigen Leben Holger, haben mir dieses Buch fast zeitgleich geschenkt. Könnte daran liegen, dass beide im Herzen alte Revoluzzer sind. 

 

Das Buch beschreibt in einer Art Monolog, ein Gespräch, zwischen einem Geschäftsmann und Bankier, welches er eines Abends mit einem Gast in seinem Hause führt. Selbiger Gast hinterfragt, dass er gehört hätte, dass sein Gastgeber früher Anarchist gewesen sei. Entgegen aller Erwartungen, gibt dieser nicht nur offen zu, dass dem so sei, sondern erklärt, dass er noch heute überzeugter Anarchist wäre. Sein Gast ist natürlich entsprechend verwundert, wie man das Leben eines Bankiers mit dem eines Anarchisten unter einen Hut zu bringen meint. Der Bankier erklärt, warum er fast gezwungen worden wäre zu Reichtum zu kommen, um weiterhin seine Ideale zu vertreten. Seine Argumentationskette wirkt so real, dass man am Ende meint, der wahre Anarchist muss Bankier werden, der wahre Bankier ist konsequenter Anarchist.

 

Ich finde dieses Buch einerseits so spannend, da Revoluzzerdenken und Geld sich scheinbar vereinbaren lassen. Andererseits, da es unter den Eindrücken und politischen Unruhen der jungen portugiesischen Republik entstand. Das Buch wurde im Jahre 1922 veröffentlicht. Erst im Oktober 1921 hatten Truppen der republikanischen Nationalgarde GNR einen Sturz der Regierung versucht. 

 

Da können wir doch froh sein, dass die heutige GNR für uns nur eine Gefahr, in Bezug auf ein Knöllchen für Wildcampen darstellt.


 

Unterwegs habe ich ein wertvolles Buch wiederentdeckt. - „Noch mehr Fish“.  Dies ist der zweite Band einer dreiteiligen Buch Serie. Den ersten Band, bekam ich vor vielen Jahren, von meiner guten Freundin Susanne, an die Hand gegeben. Band Nummer eins "Fish, ein ungewöhnliches Motivations Buch", ist genau das, was der Titel beschreibt. Motivation wird auf unglaubliche Art und Weise transportiert.

  

Hierbei wird die Philosophie, des Pike Place Fish Market gespiegelt.  Simple Spielregeln für glückliche Menschen am Arbeitsplatz oder sollte ich sagen Spielplatz?  John Christensen, der Autor schuf diese Philosophie, um eine "Teamkultur" zu erschaffen. Der Pike Place Fischmarkt in Seattle ist inzwischen weltbe­kannt. Einfache Fisch-Verkäufer wurden zu Stars.

 

Dabei sind die "Regeln" so einfach und jeder, wirklich jeder kann sie bei seiner täglichen Arbeit anwenden. Was in Seattle beim Fischverkauf wie eine Show wirkt, ist Teil des Ganzen. Dort fliegen Fische durch  die Luft, es werden Späße gemacht, Kunden werden einbezogen. Aus einer Routinearbeit und knochenhartem Job wird Spiel und Spaß. - Dabei gilt es lediglich die folgenden vier Grundsätze zu beherzigen:

 

 

1. Wähle Deine Einstellung

Wir alle haben die freie Wahl, wir können entscheiden, nicht immer ob, jedoch mit welcher Einstellung wir unsere Arbeit machen. Tobias Beck würde sagen, wie Bewohner, sprich jammernd und klagend oder man macht das Beste daraus. Selbst wenn wir die Um­stände nicht  ändern  können,  haben wir immer noch die Freiheit die Einstellung zu ändern. -  „Love it, leave it or change  it.“ und gerade hier draußen zeigt sich mal wie einfach "Change it" sein kann.

 

2. Spiel und Spaß!

Auch ein Arbeitsplatz kann ein Spielplatz sein. Wir sollten nur mal wieder unser inneres Kind wecken. Den kleinen Mann, der stundenlang gespielt hat, den man nie motivieren musste. Gib Dir selbst die Erlaubnis, auch bei der Arbeit Spiel und Spaß zu haben. Du hast nur einen kleinen Gestaltungsspielraum, dann fange halt im Kleinen an. Bringe Pflanzen mit, häng Bilder auf, fang an zu spielen. Das ist lächerlich? - Gut so!

 

3. Anderen eine Freude bereiten

Wenn Du anderen Freude bereitest, wirst Du selbst als der Schenkende Freude empfinden. Reich ist nicht der, der viel hat, sondern der, der viel gibt.

Mach Deinen Kollegen, Mitarbeitern, Führungskräften und Kunden eine Freude. Halte gezielt nach solchen Möglichkeiten Ausschau. Da­durch wirst Du langfristig die Arbeitsatmo­sphäre enorm verbessern und selbst den ganzen Tag über positive Gefühle haben.

 

4. Präsent sein!

Lebe im Hier und Jetzt, lebe im Präsenz, sei präsent. - Sei ganz dabei, egal ob beim Telefonie­ren, lesen oder bei was auch immer. Nicht alles gleichzeitig zu machen ist schon reiner Selbstschutz, denn es beugt Burn-Out vor.

 

In Band zwei "Noch mehr FISH" lernt man jede Menge „kleine Fische“ kennen. Dieser Band liefert jede Menge Ideen, wie man die Fish!™-Strategie im Alltag einbindet, unabhängig ob privat oder im Job. So wird aus diesem eine Berufung. 

 

Band drei "Für immer FISH" zeigt abschließend wie man die Fish-Philosophie verankert und Motivation frisch hält, was ja bei Fish wichtig ist. 

 


"Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurück lächeln!"

Marcus Aurelius 

 

Sterben ist Teil des Lebens. - Doch sich bei Zeiten mit dem Thema auseinander zu setzen kann nicht schaden. Unter dem Button - R.I.P - Aga - könnt ihr noch mal nachlesen, wie ich auf dieses Thema komme.

 

Diese zwei Bücher haben mir geholfen, mich dem Thema Tod auf andere Art und Weise zu nähern:
No.1 - "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. - Die Geschichte des  jungen Mädchens Liesel, während der Kriegsjahre im Nazideutschland. - Das Besondere daran, ist nicht nur aber vor allem, die Perspektive des Todes, der sich immer wieder dem Mädchen nähert.
No. 2- "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" von der Australierin Bronnie Ware. - Sie begleitete Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens. In ihrem Buch, bringt sie es auf fünf elementare Punkte: Mut zu haben sein eigenes Leben zu leben - weniger zu arbeiten - Gefühlen Ausdruck zu verleihen - Freundschaften zu pflegen, sich Freunde zu gönnen.

 

Erkenntnis des Tages: Zum Tod habe ich nur eine Erkenntnis, immer wieder leben, als ob es der letzte Tag wäre. - Dies ist Herausforderung genug!

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