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Tag No. 171 - Valencia - Tipps & Tricks

 

Für einen Besuch von Valencia mit Camper bietet sich der Campingplatz Coll Verd an. Er ist nichts besonderes, eher schlicht und einfach und man hört die Schnellstraße, aber das Personal ist besonders freundlich und die Lage ist für eine Sightseeingtour nach Valencia perfekt. Da wir tagsüber unterwegs waren und hier praktisch nur geschlafen haben, hat uns der Lärm der Straße nicht gestört. Er kostet mit ACSI-Card €14,- incl Strom. Die Bushaltestelle ist direkt vor der Türe, die Fahrt mit der Buslinie 25 bis Endhaltestelle Porta de la Mar dauert ca. 25 Minuten. Das Ticket zu € 1,50 kauft man direkt beim Busfahrer. Wenn man nach der Stadtbesichtigung zurück fahren möchte, steigt man auch an derselben Bushaltestelle wieder ein. 

  

 

Valencia ist die 3. größte Stadt Spaniens und liegt dort, wo der Fluß Turia ins Mittelmeer mündet. 1957 beschloss man, nach einer Hochwasser-Katastrophe mit vielen Toten, den Turia in einem großen Bogen um die Stadt herum zu führen. Das ehemaligen Flußbett des Turia, das heute als grünes Band durch die Stadt führt, verwandelte man in einen Landschaftspark.

 

Dieser La Ciutat de les Arts i les Ciències. besteht aus:

- Oceanogràfic ist das größte Aquarium Europas mit Haien und Delfinarium. Wer nicht Schlange stehen möchte, kauft das Ticket online      für € 31,50.

- Museo de las Ciències Príncepe Felipe (Wissenschaftsmueum)

- L’Hemisfèric (Planetarium und 3D-IMAX-Kino) 

- Palau de les Arts Reina Sofía (Opernhaus)

- L’Umbracle ist ein schöner botanischer Garten, der nachts als Diskothek genutzt wird

- L’Àgora ist eine multifunktionale Veranstaltungshalle. Das elliptische Gebäude ist 70m hoch und bietet 6.000 Menschen Platz. Unter         anderem fanden hier internationale Tennistuniere, Konzerte, Messen und Ausstellungen statt und im Winter wurde sie als Eislaufplatz   genutzt.

 

 

Diese monumentalen Gebäude des spanischen Architekten Santiago Calatrava sind schon alleine aufgrund ihrer moderner Bauart sehenswert und für jeden Fotografen ein Muss. Wer mehrere dieser Gebäude besuchen möchte, kann kombinierte Tickets günstiger online kaufen. 

 

Der Bus 25 fährt an diesem Landschaftspark vorbei, so kann man sich erst einmal orientieren und einen ersten Eindruck verschaffen. Über das alte Flußbett gibt es einige Brücken. Erwähnenswert ist die Pont del Regne, die ich eigentlich unspektakulär finde, bis auf die Drachenfigur (siehe Foto). 

 

  

Daneben liegt ein großer Spielplatz Parc Gulliver. Erst aus der Vogelperspektive begreift man warum der Platz seinen Namen hat. 

Weiter geht es zur  Puente del Mar, die mich mit ihren beiden Skulpturen der hl. Jungfrau und des hl. Paquale begeistert. Sie wurde 1591 erbaut und ist 160m lang. Auch die folgenden Brücken sind schön, die Pont de les Flors macht mit ihren vielen Blumen ihrem Namen alle Ehre. 

 

Die Endhaltestelle des Buslinie 25 ist die Porta de la Mar. Diese Replika eines historischen Stadttores wurde zum Gedenken an die Opfer des spanischen Bürgerkrieges 1936-39 errichtet.

 

Das nächste schöne Gebäude, das uns auffällt ist das Centro Cultural Bancaja (Bancaixa), ein Kulturzentrum mit wechselnden Ausstellungen, Kulturprogrammen, Konferenzen und Workshops.

 

 

Wir bummeln die Carrer de la Pau entlang, immer den Torre de Santa Catalina vor Augen. Als wir an einem Frisör vorbei kommen, schauen wir uns kurz an und gehen hinein. Wir haben es beide bitte nötig. Gehe ich doch in Köln regelmäßig mit meinen kurzen Haaren alle 3 Wochen zum Frisör. Da es hier am Strand so wenige Frisöre gibt, wurden meine Haare bestimmt seit 6 Wochen nicht geschnitten, langsam wird es mal wieder Zeit. Es ist ja immer ein wenig sich in die Hände eines fremden unbekannten Frisörs zu begeben, aber hier haben wir beide sofort ein gutes Gefühl. Und unser Bauchgefühl hatte recht. Marc sieht super aus danach und auch ich wurde von Monica super hübsch gemacht. Wir bezahlen € 43,- für uns beide und sprechen eine klare Empfehlung aus für ‚Mister A’ – Frisör & Barber auf der Carrer de la Pau. Danke an Monica, meine Lieblings-Frisörin in Valencia. Wir hatten viel Spaß, sie spricht kein Englisch und ich nur sehr, sehr rudimentär spanisch. Mas corto !

 

 

Der Torre de Santa Catalina, den wir vorher schon vor Augen hatten, wurde im 17. Jh im Barockstil errichtet und gehört zur gotischen Esglesia Santa Catalina, einer der ältesten Kirchen Valencias, die zwischen dem Plaza de la Reina und dem Plaza de la Virgen steht. 

Gegenüber in der Horchateria de Santa Catalina gibt es nicht nur die berühmte Horchata, eine Erdmandelmilch, sondern auch die beste heiße Schokolade und die tollsten Churros der Stadt. Da das allgemein bekannt ist, trifft man dort auch einige Touristen. 

 

Den dahinter liegenden Plaça Redona finden wir unspektakulär, da die Geschäfte gerade geschlossen haben. 

  

 

Weiter geht’s zur Kathedrale von Valencia, La Seu, die 1262 auf einer ehemaligen Moschee errichtet und bis zum 18 Jh. mehrmals umgestaltet wurde. Sehenswert sind die 3 großen Portale. In dem Apostelportal tagt jeden Donnerstag das Tribunal de las Aguas ,das älteste Wassergericht Europas. Dort wird über das Wasserrecht der Bauern und ihrer Felder gerichtet. Nach Angaben der Stadt Valencia wird hier der heilige Gral aufbewahrt, den Jesu beim letzten Abendmahl benutzt hat. Der gotische Turm der Kathedrale, der Torre El Micalet wurde im 14. Jh errichtet und kann für 2,- besichtigt werden. Die über 200 Stufen lohnen sich, von dort oben ist die Aussicht über ganz Valencia atemberaubend.  

 

Direkt nebenan ist die Basilika de la Mare de Deu. Diese barocke Kirche aus dem 17. Jh ist die einzige Kirche Valencias, die nicht auf den Überresten eines älteren Gebäudes errichtet wurde. Die Dichte der Kirchen und sehenswerten Gebäude in Valencia ist so hoch, das man kaum weiß, welche man besichtigt bzw. wo man anfängt. 

 

Als nächstes fällt uns die lange Schlange vor dem historischen Teatre Talia auf. Bei unserem nächsten Besuch werden wir uns früher um Tickets bemühen. 

 

Wir lassen uns weiter durch das coole Viertel Carmen treiben und landen in einem Clot Vintage Secondhand-Laden am Plaza de Tossal. Hier gibt es wirklich coole Klamotten, erinnert uns ein bisschen an Köln. 

 

 

Vom Plaça del Mercat mit der schönen Esglesia de Sant Joan del Mercat  geht unser Stadtrundgang weiter zum Mercat Central, dessen Jugendstilgebäude 1928 erbaut wurde. Dies ist der älteste Lebensmittelmarkt Europas, der dauerhaft in Betrieb ist. Hier soll es 1000 Stände geben, ich gestehe, wir haben sie nicht gezählt. Sehenswert ist auch der Mercat Colón. Auch ein Jugendstilgebäude von 1916. Neben dem eigentlich Markt, gibt es hier auch Bars und Restaurants. Am Plaza Sant Vicent versteckt sich die  Valencia City Hall leider gerade hinter einem Bauzaun. – Toll ist auch die Hauptpost schräg gegenüber. In der Carrer de Martinez Cubelles 7  stolpern wir zufällig über ein nettes Restaurant Hawai Pokè und essen dort eine leckere Bowl. Dann schlendern wir über die Carrer de Colon  zurück zur Bushaltestelle Porta del Mar. 

 

 

 

Beste Reisezeit:

Da es im Hochsommer sehr heiß und sehr voll werden kann, wird immer Frühjahr und Herbst als beste Reisezeit empfohlen. Wir waren im Winter hier bei 20 Grad und Sonne, und fanden es toll. Das ist natürlich keine Garantie, dass hier im Winter immer tolles Wetter ist. Auch wir haben in den 7 Monaten unserer Reise auch den ein oder anderen Regentag erlebt.

Dass montags die meisten Museen geschlossen sind, ist ja meist bekannt, aber hier noch ein besonderen Tipp:  sonntags  ist in Spanien der Eintritt in öffentliche Museen und Gebäude kostenfrei.

 

Fortbewegung in Valencia:

Valencia hat ein excellentes ÖPNV-Netz, das wir gerne genutzt haben. Die Stadt lässt sich auch sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. Wer kein eigenes Rad dabei hat, kann auch überall Räder leihen.

 

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