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Tag No. 191 - Corona ist mehr als ein Bier

 

Heute ist Freitag der 13. - Hätte uns das zu denken geben sollen? Ich sage nein! - Am heutige Morgen ist alles noch entspannt. Wir haben ausgeschlafen und zehren noch von der positiven Energie des letzten Tages. Während  Torgit unser Müsli vorbereitet, recherchiere ich noch ein wenig über die Leuchttürme der Insel. - Wir sind durch die Leuchttürme der letzen Tage so begeistert, dass wir unsere letzen drei Tage auf der Insel dazu nutzen wollen, die restlichen Leuchttürme zu erkunden. Soweit der Plan. - doch als wir gerade mit unserem Müsli in der Hand im Bulli sitzen, kommt uns Ilona besuchen. - Die Finca, auf deren Gelände ihr Van parkt, ist nicht all zu weit entfernt.

 

Sie berichtet uns, dass Geronimo und sie heute Morgen einkaufen waren. Doch dies hätte sich schwieriger gestaltet als gedacht. Nach dem bekannt wurde, dass auch auf Ibiza die ersten Tests auf Covid-19, dem Coronavirus ergeben hätten, dass dieser nun auch auf der Insel angekommen wäre, würde wohl Panik ausbrechen. - Auch hier gäbe es nun Hamsterkäufe. 

 

Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns dafür dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So fahren wir zu den nächsten Supermärkten und müssen feststellen, die Panik ist wirklich angekommen. So entspannt und chillig die Insel gerade noch war, die Stimmung hat sich schlagartig gedreht. Es herrscht ein äußerst aggressiver Ton. 

Für uns ist Wasser Thema Nummer Eins. - Im ersten Markt gibt es schon kein Wasser mehr. So trennen sich Torgit und ich. Ich fahre zum nächsten Markt. Als ich gerade die letzten 5-Liter Kanister in den Einkaufswagen lege, ruft mich Torgit an. Bei ihr kam gerade eine Nachlieferung, welche sie direkt aufgekauft hat. - Wir ergattern Haferflocken, Müsli, Milch, Hafermilch, einen großen Sack Orangen, Reis, Linsen und Bohnen. Ingwer liegt ebenfalls im Einkaufswagen. Wie es sich für einen ordentlichen Hamsterkauf gehört, ergattern wir das letzte Toilettenpapier. 

 

Dann machen wir uns auf nach Ibiza. Wir wollen checken, ob wir eine frühere Fähre ergattern. Wenn es auf Ibiza zu einem Shut Down kommen sollte, wäre uns zu unsicher ob wir noch von der Insel kämen. - Als wir vor Ort ankommen, haben die Schalter gerade geschlossen. Sie öffnen wieder um 17:00 Uhr. Als es soweit ist, hat sich bereits eine Schlange gebildet. Auch hier ist die Stimmung sehr angespannt. Als fünfte in der Reihe schaffen wir es und können die Fähre auf morgen früh um 11:00 Uhr umbuchen. 

 

So fahren wir zum letzten Mal nach Benirras. Als wir Hector geparkt haben, stellen wir fest, dass uns unsere Außendusche abhanden gekommen ist. Ob uns diese geklaut wurde oder aus der Sicherung gerissen wurde, ist nicht nachvollziehbar. Doch wie sagt das Kölsch? "Wat fott es, es fott" 

 

Wir verstauen erst einmal unseren Einkauf. Dazu muss einiges umgeräumt werden. In den nächsten Tagen wird sich zeigen wie es weiter geht. - Doch eines scheint sicher, unsere Tage auf der Insel scheinen gezählt. Doch wir müssen definitiv wieder kommen und die Leuchttürme erkunden. 

 

Jetzt geht es noch ein letztes Mal zum Strand. Die Sonne ist gerade untergegangen. - Es liegt ein Segelschiff in der Bucht, und wieder klingen die Bongos durch die Bucht. - Es ist Zeit Abschied zu nehmen. - Es herrscht eine gedrückte Stimmung. - Wir müssen in den nächsten Tagen mal schauen wie wir zum bloggen kommen. - Doch wir kommen wieder, keine Frage. 

 

Wir besinnen uns auch hier auf das Wesentliche: Et hätt noch immer jot jejange

 

PS: Victoria hat uns heute noch einen Dank und ihr Bild vom gestrigen Abend gesandt. - Sicher ein schöner Abschluss.

 

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