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BUTCH - Es geht voran - Terranger, delta 4x4, Sandbleche & Co.

 

"Keine Atempause - Geschichte wird gemacht - Es geht voran"

 

Soweit der Refrain, des Songs "Ein Jahr", der aus Düsseldorf und Wuppertal stammenden Band Fehlfarben, aus dem Jahre 1980. - Keine Atempause - es geht voran - ist auch unser Motto in den letzten Wochen. Am Ende dieses Textes habe ich dann vielleicht  eine Geschichte daraus gemacht. - Was tut sich denn so bei uns? - Die Haushaltsauflösung ist beendet, ein paar Kisten wurden gepackt und sind bereits eigelagert. - Jetzt geht es noch ein wenig an die Buchführung... - Es geht also voran. Und was noch viel besser ist, wir finden ein wenig Zeit für eine Atempause. 

 

 

Auch mit BUTCH, unserem T6.1 SpaceCamper geht es voran. - Ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir ihn noch ein wenig modifizieren und auf unsere Wünsche anpassen. - Hierzu wurden wir bereits mehrfach befragt, warum wir unseren Camper nicht selbst ausbauen würden. DIY Camper, also "Do it yourself" Camper liegen voll im Trend und wären doch so viel schöner und individueller. - Auch wir haben ja einige wirklich schöne Ausbauten gesehen. - Also was soll ich sagen, dies ist sicherlich eine Zeit und Kompetenzfrage. Als wir uns für dieses Projekt entschieden haben, steckte ich einerseits noch voll im Arbeitsalltag. Andererseits bin ich auch gern bereit einzugestehen, wenn andere etwas besser können. Deshalb vertrauten wir unseren Ausbau lieber SpaceCamper an. Die leben das nicht nur, die können das. Und das Konzept lässt uns noch genug Freiraum unsere persönlichen Wünsche anzupassen. - Doch der Reihe nach:

 

  1.  Wir wollen nicht nur "wild und frei" campen, sondern am Besten so, dass wir im Idealfall übersehen werden. - Deshalb wird unser Fahrzeug am Ende noch in diversen Grautönen foliert. Dieses digitale Muster erinnert nicht nur zufällig an das sogenannte MARPAT (Abkürzung für MARine PATtern),  auch Pixeltarn genannt. Dieses wird von der US Army genutzt. Einen Vorgeschmack seht ihr auf unserem Probedruck. Die Jungs von der Army dürften sich mit Tarnung auskennen. Und über Geschmack soll man ja bekanntlich nicht streiten. - Uns gefällt es. 
  2. Der Bullenfänger: Mein erstes Auto war ein Suzuki "Jeep" 413 mit sogenanntem Bullenfänger. - (Meine Mutter mag nun anmerken, dass es ihrer war. - Doch gefühlt, war es meiner ;-) - Auch zwei spätere Land Rover Discovery verfügten über besagten Bullenfänger. 

Wie man sieht, war ich schon damals in Autoverbuddeln prima. - Doch dies ist eine andere Geschichte. 

 

Heute heißen Bullenfänger nicht mehr Bullenfänger, sondern Personenschutzbügel. Doch als ich zufällig auf einem Foto der Firma delta 4x4, eine VW Bus mit Bullenfänger sah, war klar BUTCH braucht auch so was. 

 

Ein paar Tage drauf steht ein riesiges Paket vor der Tür. - Angeblich ist dieser Personenschutzbügel so konstruiert, dass bei einer Kollision die Unfallfolgen für Fußgänger gemindert werden.  Ich möchte das glauben. Er wird mit einem EU-Gutachten ausgeliefert. So muss der Bügel weder einem TÜV-Prüfer vorgeführt noch in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden – es reicht aus, das EU-Gutachten im Fahrzeug mitzuführen. Topp!

  • Fahrradträger: Unser VW Logo Fahrradträger soll ja noch mehr, als nur Fahrräder transportieren. An sich ist dieser Träger ja schon ziemlich leicht und perfekt konstruiert. Doch für mehr Last muss auch mehr Sicherheit her. Auf der Seite des Spezialisten, für Offroad und Reisetechnik, der Firma Terranger werden wir fündig. Diese bieten einen modularen Heckträger, passend für die Heckklappe des VW T6.1, für Fahrräder, Ersatzrad, Kanister, usw. - Also genau das, was wir suchen. - Hinzu kommt, dass Terranger auch unser zukünftiges VB Airsuspension Luftfahrwerk, sowie einen Unterbodenschutz, einbauen wird. - Doch dazu berichten wir separat. - Eigentlich die perfekte Lösung, doch der Preis. Dank meines Bruders und seiner Kompetenz in Stahl (er leitet DHM, einen Stahlbau), versuchen wir eine preiswertere Lösung zu finden. Diese ist sicherlich nicht ganz so perfekt, wie das Paket von Terranger. Von deren Qualität konnte ich mich bei meinem gestrigen Termin überzeugen. "Wir wissen, dass wir teuer sind" sagt deren Chef. - Er versucht es nicht mal mit Floskeln wie "preiswert" oder "Qualität hat ihren Preis". - Selbstbewusst steht er ebenso vor seinem Produkt, wie vor seinem Preis. Hätte ich nicht den großen Bruder, mich hätte er trotz des Preises überzeugt. Wer Infos zum Terranger Heckträger sucht, findet diese im angehängten Link. - Doch wir basteln noch an unserem "Nachbau". Sobald er fertig ist, reiche ich Bilder nach.
  • Sandbleche:  Ich hatte ja bereits oben darauf hingewiesen, dass ich im Verbuddeln von Autos ein gewisses Händchen zu haben scheine. Deshalb suche ich nach einer Möglichkeit dies zu vermeiden. Eine Alternative zu den relativ schweren Sandblechen kommt aus Australien. Die Firma Maxtrax fertigt Bergehilfen aus Kunststoff. "Integrierte Stollen, greifen in das Reifenprofil und den Untergrund und bieten somit Traktion in Sand, Matsch und Schnee" - Hört sich für uns gut an. Doch wohin mit den Dingern? Innen ist kein Platz mehr und im Netz finde ich diverse Befestigungen auf den Seiten, mit sogenannten Airline Schienen. - Doch diese Lösung funktioniert nicht bei VW Transportern mit einer zweiten Schiebetür. Somit auch nicht bei unserem. Die Idee finde ich rein zufällig auf einem Foto. Dort hat ein Herr Seikel die Bleche einfach auf die Motorhaube montiert. Herr Seikel ist Eigentümer der SEIKEL GmbH, eines Offroad Fahrwerk Spezialisten. Der wird wissen, was er tut. Danke für den Tipp. Hilfe bei der Montage suche ich mir bei PerfectCAR in Köln- Es tut schon weh, die Bohrmaschine in unserer neuen Motorhaube zu sehen. Doch Carsten, der Boss des Unternehmens, grinst nur. - Auch hier werde ich noch Bilder nachliefern. - Um der Frage vorzubeugen, ob das denn erlaubt ist, rate ich von einer Kopie abzusehen. 
  • Solartasche: Im Kapitel "Die Sonne schickt uns keine Rechnung" habe ich ja schon ein wenig zum Thema PV, Solarenergie & Co geschrieben. Unsere Unabhängigkeit wird auch in Zukunft maßgeblich durch Strom und Wasser begrenzt sein. Von Autarkie möchte ich gar nicht reden. Deshalb setzen wir in Zukunft auf noch mehr Solarertrag und bessere Speicherung. Strom wollen wir durch zwei von SpaceCamper verbauten superflachen Dachelementen, welche 200Wp erzeugen sollen. Auch unsere Offgridtec FSP-2 Ultra KIT Solartasche haben wir auf die 200Wp aufgerüstet. Angeblich zur Zeit "das leistungsstärkste Panel dieser Kategorie am Markt." Uns überzeugte vor allem die kompakte Abmessungen, mit 560 x 440 x 100mm im gefaltetem Zustand. Nur bei der Montage des dazugehörigen Victron Energy BlueSolarregeler wurde es etwas eng unterm Sitz. Denn hier befindet sich bereits unsere RELiON Rb100 D, eine Lithium Ionen Campingbatterie. Mit 100 Ah ein kleines Kraftwerk. (das "D" bedeutet das hierzulande übliche DIN-Gehäuse).
    Die Lithium Ionen Batterien bietet gegenüber Bleibatterien etliche Vorteile: Ein deutlich niedrigeres Gewicht, längere Lebensdauer , geringe Selbstentladung, schnelle Ladung dank hoher Ladeströme. - Wir werden berichten wie sich das auf unserer Tour bemerkbar  macht. 

Wem das alles heute zu technisch war, es kommen sicherlich auch wieder emotionale Themen, sobald wir wieder gestartet sind. Für uns steht in der kommenden Woche erst einmal Büro und Buchhaltung auf der Agenda. Aus unserem alten Leben ist da noch ein wenig liegen geblieben. 

 

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