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Von Fürstenau nach Hamburg und dann an die Elbe

 

Kurz nach acht, am heutigen Morgen, kommt die heiß ersehnte Nachricht. Das VW Autohaus Schröer, hier um die Ecke, ruft an. - Unsere Antriebswelle wurde geliefert. Also packen wir zügig zusammen und sind kurz drauf vor Ort. - Das Team im Autohaus ist nett und durchaus engagiert. Man merkt aber auch, dass unser Bus nicht zu dem gehört, was hier alltäglich auf die Bühne kommt. Schnell wird das Handy gezückt und wild drauflos fotografiert. Wir sehen es gelassen, doch der Meister ist schockiert und beendet die Fotosession abrupt. Also ab an die Arbeit. Doch der Einbau dauert deutlich länger, als der Ausbau. Doch wir haben zwei Tage gewartet, was sind da ein paar Stunden? - Kurz nach Mittag ist es dann soweit. Ob VW mit der Gewährleistung zuckt, bleibt vorerst offen. 

 

Wir könnten also starten, wäre da nicht der kleine, nein der große Hunger. So statten wir in Fürstenau dem hiesigen Bäcker und Metzger noch einen kurzen Besuch ab. Entsprechend gestärkt machen wir uns dann auf den Weg Richtung Norden. Heute soll es in die Hansestadt Hamburg gehen. 

 

Doch zuerst geht es von Fürstenau noch etwa ½ Stunde über Land. Felder und Wiesen säumen unseren Weg. „Viel Gegend hier“ – Ab und zu sehen wir Wegweiser, welche auf die Megalithen Straße hinweisen. Und plötzlich am Rande eines Feldweges, meine ich eine solche Steinansammlung zu sehen. Hier im Norden des Osnabrücker Landes nordöstlich von Bippen, befindet sich zwischen Wald und Feld eine ungewöhnliche Steinformation. Ich bremse und setze zurück und ja, ich habe richtig gesehen. Ich zweige in den Feldweg ab und halte. Wir stehen vor einem der beiden Großsteingräber Hekese. Zwei ca. viertausend Jahre alte Grabanlagen, welche als Kollektivgräber genutzt wurden und durch eine Reihe kleiner Steine miteinander verbunden sind. 

 

Die Grabkammern beeindrucken vor allem durch ihre schiere Größe von ca. 20 Metern. 

Da die Grabkammern aus der Jungsteinzeit stammen, müssen sie also mindestens 5000 Jahre alt sein.  Mich beeindruckt immer wieder, wozu diese Menschen trotz Ihrer eingeschränkten Möglichkeiten in der Lage waren. Wiegen diese Felsen doch zum Teil etliche Tonnen. Wer in der Gegend ist, sollte diesen Gräbern auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

 

 

Für uns geht es weiter Richtung Hamburg. - Wollen wir hier doch das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. - Was verbindet ihr mit dem Tor zur Welt? Ich finde die altdeutsche Bezeichnung "Friee un Hansestadt Hamborg" sagt doch schon alles. "Frei und Hanse" - Torgit und ich sind uns einig. Wenn in Richtung Elbtunnel der Stadtteil Waltershof, mit seinen Hafen- und Industrieanlagen in Sicht kommt, löst dies ähnlich viel Emotionen aus, wie wenn wir nach einer langen Reise über die Kölner Südbrücke fahren und zur Rechten der Dom auftaucht. Doch während in Köln Heimatgefühle hervorbrechen, sind es in Hamburg ganz anders Gefühle. Ich kann es am Besten mit den Worten von Purple Schulz ausdrücken:

 

"Heimweh, Fernweh, Sehnsucht, Ich weiß nicht, was es ist"

 

Gibt es überhaupt jemand, den Hamburg kalt lässt? Was fühlst Du? - Hamburg hat viele schöne Stadtteile, doch uns zieht es vor allem immer wieder an die Elbe. Egal, ob es heißt auf zum Fischmarkt, ein Fischbrötchen an den Landungsbrücken, ein Spaziergang durch die Hafencity, mit Blick auf die Elbphilharmonie oder einfach an der Strandperle sitzen und "dumm auf's Wasser glotzen". Eines ist schöner als das Andere. 

 

 

Doch in Hamburg angekommen statten wir erst einmal, dem Abdeckhauben Shop einen Besuch ab. Die Jungs fertigen nicht nur prima maßangefertigte Abdeckhauben (wir kennen die von unserer Gartenbank) sondern auch wasserdichte Taschen, Markisenstoffe (auch für alte Bullis) und vieles mehr. Als ich deren Schild in der Produktion sehe, bin ich mir nicht sicher, was sie noch so alles fertigen. Kommt mir jetzt bitte nicht mit sexistisch. Das Schild hängt in einer Produktion und ist reine Motivation. Ich finde es passt perfekt zu Hamburg. 

 

Hier wird alles individuell auf Maß gefertigt. Und genau das ist, was wir brauchen. Denn wir wollen für unsere E-Falträder entsprechende Taschen fertigen lassen. Wir sind gespannt, ob das so klappt wie erwartet. Schnell wird Maß genommen. 

 

Soweit zum Nützlichen - Und was ist mit dem Angenehmen? – Klar, wir wollen der Elbe noch einen Besuch abstatten. So fahren wir zum Elbe Ufer an einen kleinen, gemütlichen Strand unterhalb eines Leuchtturms, samt Parkplatz. Da auf dem nahgelegenen Campingplatz kein Platz mehr frei ist, beschließen wir hier, nicht nur die Sonne zu genießen, sondern später zu übernachten. Wir werden belohnt, der Sonnenuntergang über Elbe und Leuchtturm ist grandios.

 

 

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