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CAMPaign Beach CleanUp - Ocean CleanUp - River CleanUp

 

Was ist eine CAMPaign? Ganz einfach, eine CAMPaign ist eine Kampagne für CAMPer, so wie mich. - Da muss dann schon mal das englische Wort für Kampagne her halten. Doch eine Kampagne ist ja bekanntlich eine gemeinschaftliche Aktion für oder gegen etwas. Diese CleanUp Kampagne ist unser Beitrag für die Umwelt und gegen Plastikmüll. Und an dem gemeinschaftlich arbeiten wir noch. Vielleicht fühlst du dich ja angesprochen. Dann hätten wir das doch schon gemeinschaftlich in die richtige Bahn gelenkt. - Doch was ist unser Anliegen?

 

Auf unserer Reise zum Glück verbringen wir viel Zeit in der Natur. - Am Meer, in den Bergen, an Seen und Flüssen. - Ein Thema ist allgegenwärtig - MÜLL! - Vor allem Plastikmüll. - Da kommst Du an einen schönen Spot und und findest Müll. - Sind wir begeistert? - Natürlich nicht.  - Ein Beispiel aus den letzten Tagen: 

 

Wir sind an einem Strand angekommen und sitzen vorm Bulli. Es kommen ein paar Deutsche vorbei. Schnell ist man beim Thema Strand angelangt. - Man muss hierzu erklären, dass in dieser Region in den letzten Wochen fürchterliche Stürme getobt haben. Flüsse traten über die Ufer, Bäume wurden entwurzelt, Fische auf den Strand geschleudert und es wurde auch viel Müll auf die Strände gespült. - Das ist natürlich nicht schön. Hinzu kommt Müll, der von Anwohnern oder Touristen zurück gelassen wird. Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, warum in diesem Fall "die Spanier" zuerst die Städte und erst dann den Strand am Vogelschutzgebiet aufräumen. - "Ich würde auch erst mal vor meiner eigenen Haustür kehren" ;-) - Hilft es darüber zu nölen? Hilft es den Schuldigen zu bestimmen? Hilft es zu klären, ob der Müll von Camper, Touristen, Anwohnern stammt oder wer weiß woher stammt? - Dreimal nein!

 

Dabei ist die Lösung ganz einfach. - Wenn jeder Tourist, jeder Camper ein wenig Müll mitnehmen würde, wäre vieles sauberer. Doch es ist einfacher Verantwortung wegzuschieben, als zu übernehmen. - Statt zu nölen, gehe ich lieber an den Strand. - Das Resultat einer ½ Stunde "Arbeit" sind sechs Säcke voller Plastikmüll, darunter Flaschen, Ölkanister, aber vor allem auch Plastikdeckel. Gerade diese kleinen Teilchen können den Vögeln in diesem "Vogelschutzgebiet" das Leben rauben. Aber auch drei Fischernetze sind dabei.  Habe ich mir mit dieser Aktion einen Zacken aus der Krone gebrochen? Eindeutig nein, es hat sogar Spaß gemacht. - Möchte ich dies als ehrliche Arbeit bezeichnen? Ehrlich ja, Arbeit nein. - Vielleicht kann ich ja noch den ein oder anderen anstiften!?! Leider ist mir dies heute noch nicht gelungen. Doch ich mache weiter. Warum ich darum ein solches Aufheben mache? - Weil es genau darum geht, auf zu heben.

 

Fünf Gründe warum auch du dein persönliches CleanUp starten solltest oder dich beteiligst. 

  1. Sicherlich liebst du die Natur ebenso wie wir. Uns tut es weh zu sehnen, wenn die Natur oder Tiere die darin leben leiden. Du kannst helfen, dass weniger Fische, Seevögel, Robben, Seelöwen und Schildkröten durch Plastikmüll sterben. Bei Sturm gelangt Plastikmüll auf den Strand oder zurück. Kleine Kunststoffteile, die im Wasser schwimmen, werden von Tieren aufgefressen, worauf sie qualvoll verenden. Alte Fischernetze, Plastikringe von Dosen wirken wie schwimmende Fallen, in denen sich die Meerestiere verfangen. Als Taucher musste ich einmal selber erfahren, wie es sich anfühlt, sich in einer alte Angelleine zu verknoten. - Aber es gibt noch einen Grund. Egal wo, am Strand, Fluss oder auf einem Berg, Müll gehört nicht in die Natur, und er sieht scheiße aus. Und wer möchte schon sein Camp mit einem Haufen Müll teilen?
  2. Plastik löst sich nicht einfach in der Natur auf. Da biologisch nicht abbaubar, schwimmen z.B. Plastikkanister oder Flaschen, fast ein halbes Jahrtausend  im Ozean. Erst danach sind sie durch Salzwasser, Wetter und Wind zu Mikroplastik zersetzt. Und selbst Mikroplastik ist etwas, was wir nicht in unserem Trinkwasser haben wollen, oder?
  3. Du verbringst einen Tag in der Natur. Sonne und frische Luft  inklusive. Auch das ist GLÜCKsMUSKEL Training. Darüber hinaus hat man noch Zeit über sein eigenes Konsumverhalten nachzudenken. Für mich ist inzwischen klar, ich werde zukünftig bewusster konsumieren und vor allem einkaufen. Früher habe ich über die "Jutebeutel" Fraktion gelacht und "Unverpackt" Läden hielt ich für Ökospinner reserviert. Dies ist gerade bei Vanlife eine tagtägliche Herausforderung. Denn Trinkwasser ist auf unserer Tour fast ausschließlich in Plastikflaschen verpackt. Unterwegs einen Wochen- oder Bauernmarkt zu finden gelingt nicht immer. Im Supermarkt gibt es wenig bis kaum Artikel, welche frei von Plastik verpackt sind. 
  4. Als Camper, bist Du oft auf die Gastfreundschaft eines fremden Landes angewiesen, hier bist du der Ausländer, Zigeuner, das WAGENVOLK. Ein CleanUp gibt dir die Chance dem Land, das du bereist, etwas zurück zu geben. 
  5. CLEANup ist kommunikativ. Dein Beitrag wird bewusst wahrgenommen. Nicht jeder springt herbei und hilft. Doch wenn nur ein Angler, Fischer, Anwohner, Polizist, Camper oder Tourist nur einen Moment inne hält und sein Handeln überdenkt, hast du dazu deinen Beitrag geleistet. - Im Idealfall lernst Du nette Menschen kennen, teilst deine Gesinnung und bist eventuell sogar Ansporn für Andere. Ich kann dir nicht versprechen, dass du mehr wahrgenommen wirst, als jemand der nur fordert, dass andere für ihn handeln. Was willst du sein? Greta Tintin oder Boyan Slat?

“It's easy to talk big, but the important thing is whether or not you clean up the shit.” - Haruki Murakami

 

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